| 19.09.2011-Goodwood Revival |
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Claudia Hürtgen mit der BMW Group Classic beim Goodwood Revival 2011
Zwei Fahrzeuge aus München werden bei der St. Mary’s Trophy in diesem Jahr teilnehmen. Für MINI geht ein ganz neuer Spross aus der Rennsportsammlung an den Start. Seit Anfang diesen Jahres wurde ein Austin Mini Cooper S Competition aus dem Jahre 1964 in der Werkstatt der historischen Rennsportabteilung der BMW Group Classic komplett neu aufgebaut. „Wir wollten in Erinnerung rufen, dass neben den herausragenden Erfolgen von MINI im Rallyesport auch auf der Rundstrecke zahlreiche Siege eingefahren werden konnten“, erklärt Friedrich Nohl, Leiter der historischen Rennsportabteilung die Motivation für dieses Restaurierungsprojekt. Mit den seit 1964 gebauten Rennversionen des Mini-Cooper S mit 1275 ccm gewann John Fitzpatrick die 1300-ccm-Klasse und belegte den zweiten Platz bei der britischen Tourenwagen-Meisterschaft. John Rhodes dominierte die 1300-ccm-Klasse dieser Meisterschaft von 1965 bis 1968. Er gewann 1968 damit auch die europäische Meisterschaft. Die Wagen nahmen in Gruppe 2 teil und hatten normalerweise einen auf 1293 ccm vergrößerten Hubraum. „Bei dieser britischen Erfolgsgeschichte erschien uns Goodwood als der ideale Ort, um das erste Rennen mit dem Cooper S zu fahren“, so Nohl weiter. Pilotiert wird der classic Mini von Claudia Huertgen, erfolgreiche Rennfahrerin und Chefinstruktorin der BMW und MINI Driving Experience, und von Jörg Weidinger, der aus der Bergrennszene kommt und seit Jahren als Fahrertrainer bei der BMW und MINI Driving Experience tätig ist. Für BMW steht anlässlich des 50jährigen Jubiläums ein BMW 1800 TISA in der Startaustellung der St. Mary’s Trophy. Dafür konnten zwei ganz besondere Piloten gewonnen werden. Mit Andy Priaux sitzt ein Tourenwagenweltmeister am Steuer des schnellsten aller Modelle der Neuen Klasse. Das Team komplettiert Herbert Diess, Mitglied des Gesamtvorstandes der BMW Group und dort zuständig für das Ressort Einkauf. Das Auto dieses prominenten Temas stammt auch aus der Rennsportsammlung der BMW Group Classic und wurde 1965 und 1966 für Rundstrecken- und Bergrennen eingesetzt. 1992 konnte Dieter Quester in diesem Auto die Europameisterschaft für historische Tourenwagen gewinnen. Den 1800 TI/SA – „SA“ steht für „Sonderausführung“ - bot BMW ab 1965 speziell für den Clubsport an. Mit zwei Doppelvergasern und im Vergleich zum BMW 1800 TI einer erhöhten Verdichtung leistete der Motor 130 PS und machte aus der schnellen Familienlimousine einen ernstzunehmenden Renn-Tourenwagen. Außerdem bekam der Käufer sportliche Ausstattungsdetails wie ein Fünfganggetriebe, Holzlenkrad und verstellbare Schalensitze. Auf Wunsch gab es einen 105 Liter Tank, einstellbare Stoßdämpfer und unterschiedliche Hinterachsübersetzungen. Durch ihre Zuverlässigkeit konnten mit diesen schnellen BMW Viertürern viele internationale Erfolge erzielt werden. Es wurden nur 200 BMW TI/SAgebaut. Die Fahrzeuge gelten heute als besondere Raritäten. Nicht nur auf der Rennstrecke zeigt die BMW Group Classic Schätze aus der Sammlung sondern auch in den drei historische Garagen auf dem Ausstellungsgelände neben der Rennstrecke. Bei BMW wird eine Isetta die 1950er Jahre wieder aufleben lassen. Bei MINI steht alles unter dem Motto ‚Swinging London‘ und Rolls-Royce zeigt ein Designatelier rund um die Spirit of Ecstasy, die seit 100 Jahren die Fahrzeuge von Rolls-Royce ziert. In der Earls Court Motorshow steht der neue BMW M5 gemeinsam mit seinem Namensgeber aus den 1980er Jahren. Daneben kann die Vergangenheit und Gegenwart der BMW Turbomotorentradition besichtigt werden: ein brandneuer BMW 118i und ein BMW 2002 turbo, das erste europäische Serienauto mit Abgasturbolader. Gleich zweimal konnte Claudia Hürtgen (Aachen) mit Teamkollege Csaba Walter (Ungarn) im Rahmen des fünften Rennwochenendes der FIA GT3 EM mit Platz drei einen Podiumsplatz erzielen. Mit dem BMW Z4 GT3 des Teams Need for Speed by Schubert Motorsport kam Claudia auf der rund 6 Kilometer langen Strecke, die das Team erstmals unter die Räder nahm, bestens zurecht. Das erste Rennen nahm man am sonnigen Samstagnachmittag vom fünften Startplatz aus auf. In einer turbulenten Startphase fiel man zwar zurück, aber Csaba Walter begann schon mit einer Aufholjagd, die Claudia Hürtgen dann in beeindruckender Manier fortsetzte. |
